Wear More. Wash Less

Der ökologische Fußabdruck eines Kleidungsstücks entsteht zum Großteil, etwa zu 2/3, beim Verbraucher. Wenn wir hier ansetzen, können wir einen großen Unterschied machen. Alles beginnt damit, weniger zu waschen.

Geringere Umweltbelastung – Ein frisches Produkt muss seltener gewaschen werden. Eine unabhängige Lebenszyklusanalyse hat ergeben, dass die mehrmalige Verwendung eines mit Polygiene behandelten Produkts die Umweltauswirkungen des Kleidungsstücks im Vergleich zu einem unbehandelten Kleidungsstück, das nach jedem Gebrauch gewaschen wird, drastisch reduziert. Wasser und Energie werden eingespart, der CO2-Ausstoß wird reduziert und die Menge an ausgewaschenen Mikroplastik ist ebenfalls geringer, da weniger Wäschen durchgeführt werden.

Wenn Verbraucher nur auf jeden zehnten Waschvorgang verzichten würden, könnten wir weltweit 47 Millionen Tonnen (Megatonnen) CO2 und 4,5 Mrd. Kubikmeter Süßwasser einsparen. Und wenn wir nur halb so oft waschen würden, ergäbe diese Rechnung 235 Millionen Tonnen CO2 und 22,5 Mrd. Kubikmeter Wasser. Insgesamt ist das sechsmal so viel wie die jährliche Gesamtemissionen Schwedens!

Weniger Textilabfälle – Was wir tun können, ist, die Menge an Textilabfällen zu reduzieren, die durch Geruchsbildung und zu häufiges Waschen entstehen. Ohne häufiges Waschen und ohne bakterielles Wachstum hält das Material länger.

Bei den Herstellern werden für Verschleißtests von Kleidungsstücken einfach Waschmaschinen eingesetzt. Das sagt einiges darüber aussagt, wie sehr Kleidungsstücke durch jeden Waschvorgang verschlissen werden.
Ihre Kleidung hält also länger, und Sie müssen nicht in gleichem Maße neue kaufen.

Außerdem müssen Produkte nicht aufgrund von Geruchsentwicklung vorzeitig entsorgt werden. So wird die Lebensdauer des Kleidungsstücks verlängert und der Energie- und Wasserverbrauch verringert. Wenn wir unsere Kleidung vor einer Entsorgung nur neun Monate länger tragen würden, könnten wir die Kohlendioxid-Emissionen um rund 16 %, den Wasserverbrauch um etwa 20 % und das Abfallaufkommen um 8 % verringern. Und warum nicht über diese Zeitfenster hinaus denken, wenn Kleidung viel länger frisch bleibt und neu aussieht?

Mehr Zeit – Und nicht zuletzt können wir durch selteneres Waschen Zeit sparen. Wenn wir auf einen Waschvorgang pro Woche verzichten, spart das drei Tage im Jahr. Mit dieser Zeit können wir etwas Besseres anfangen. Denn ehrlich gesagt gibt es Schöneres als Waschen, oder?

Pflegetipps

„Jedes Jahr werden weltweit pro Kopf fast 10 kg Textilien weggeworfen.“

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Studien belegen, dass das Waschen und Pflegen von Kleidungsstücken bis zu 2/3 des ökologischen Fußabdrucks eines Kleidungsstücks ausmachen.
Die gewonnene Zeit durch das Weglassen eines Waschvorgangs pro Woche entspricht drei Tagen im Jahr. Können wir mit dieser Extrazeit nicht viel Besseres anfangen?