F&A – INWIEFERN BELASTEN VERBRAUCHER DIE UMWELT?

Wie oft sollte man mit Polygiene behandelte Kleidungsstücke waschen?
So selten wie möglich. Die Kleidungsstücke vertragen es, gewaschen zu werden, aber durch ihre geruchsbindende Vorbehandlung kann die Umweltbelastung durch häufiges Waschen reduziert werden.
Normalerweise kann man ein Kleidungsstück mehrmals tragen, bevor es gewaschen werden muss. In einer Studie wurde gezeigt, dass die Klimabelastung durch ein Kleidungsstück zu zwei Dritteln durch das Waschen und Trocknen entsteht. Würden wir weltweit jeden zweiten Waschvorgang auslassen, sänken die Treibhausgas-Emissionen pro Jahr um das Sechsfache der Menge, die in Schweden ausgestoßen wird.

Inwiefern belastet Kleidung das Klima?
Nach Schätzungen der UN macht die Textilindustrie 10 % der gesamten CO2-Emissionen weltweit aus und belastet das Klima (in CO2-Emissionen) mehr als Luft- und Seefracht zusammen. Somit ist die Klimabelastung durch Kleidung höher als bei vielen anderen Produkten. Die Herstellung eines T-Shirts erhöht die Emissionen von Treibhausgasen um 9 bis 22 Pfund.

Was bedeutet „nachhaltige Mode“?
Heutzutage ist man sich weitgehend einig, dass die moderne Gesellschaft nachhaltiger werden muss. Dazu gehören auch die Herstellung und der Konsum von Kleidung, Schuhen, Accessoires und anderen Textilien. Im Grunde arbeiten alle großen Bekleidungshersteller derzeit daran, nachhaltiger zu werden. Nachhaltige Mode bedeutet nicht nur, Kleidung ökologisch und sozio-ökonomisch nachhaltig zu produzieren, sondern auch, dass wir nachhaltiger konsumieren müssen. Hierfür müssen wir als Verbraucher sowohl unser Verhalten als auch unsere Einstellungen ändern. Und weniger zu waschen, damit Kleidung länger hält und weniger Abfall entsteht, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Warum sollte ich mein Einkaufs- und Waschverhalten ändern?
Was wir kaufen und wie wir waschen, ist natürlich uns selbst überlassen. Aber wenn wir die Umweltbelastung reduzieren und zu einer nachhaltigeren Gesellschaft werden wollen, müssen wir jetzt etwas verändern, besonders im Hinblick auf unsere Kleidung.
Es wird nicht leicht! Aber damit es uns gelingt, müssen wir als Verbraucher verstehen, was es bewirkt, wenn wir unser Einkaufs- und Waschverhalten ändern. Wenn es darum geht, wie wir mit unserer Kleidung umgehen, kann ebenfalls noch viel getan werden. Wenn ein Kleidungsstück nicht mehr gefällt, kann man es verschenken, auf einem zirkulären Marktplatz verkaufen oder an einen Secondhandladen oder eine gemeinnützige Organisation spenden, statt es wegzuwerfen.

Wenn Verbraucher nur auf jeden zehnten Waschvorgang verzichten würden, könnten wir weltweit 47 Millionen Tonnen (Megatonnen) CO2 und 4,5 Mrd. Kubikmeter Süßwasser einsparen. Und wenn wir nur halb so oft waschen würden, ergäbe diese Rechnung 235 Millionen Tonnen CO2 und 22,5 Mrd. Kubikmeter Wasser. Insgesamt ist das sechsmal so viel wie die Gesamtemissionen Schwedens!
Neben dem Umweltschutzeffekt würden wir außerdem Zeit sparen. Nicht schlecht, oder? Denn wenn man weniger Zeit mit Wäschewaschen verbringt, hat man mehr Zeit für anderes.

Nach Ihren Angaben kann ich Zeit und Geld sparen, wenn ich mit Polygiene behandelte Kleidung kaufe. Wie das?
Weniger waschen bedeutet weniger Arbeit. Und Wäschewaschen kostet Geld. Aber offen gesagt entspricht das vielleicht ein paar Cent pro Kleidungsstück pro Wäsche. Der ökonomische Hauptvorteil weniger häufigen Wäschewaschens besteht darin, dass die Kleidungsstücke länger halten.

Wie kann ich es mir leisten, hochwertige Kleidung zu kaufen?
Hochwertige Kleidung können wir uns nicht immer leisten. Das ist einfach so. Wer im Geschäft zwischen einem teuren und einem günstigen Kleidungsstück wählen muss, entscheidet sich in diesem Moment leicht für den am wenigsten schmerzhaften Einschnitt. Allerdings ist diese Entscheidung auf lange Sicht nicht immer die kostengünstigste. In Wahrheit würden wir in den meisten Fällen Geld sparen, wenn wir weniger häufig neue, aber jedes Mal hochwertige Kleidung kaufen würden.

Allgemeine Verweise:

  1. McKinsey & Company (2016), Style that’s sustainable: A new fast-fashion formula Global Fashion Agenda
  2. The Boston Consulting Group, Inc. (2017). Pulse of the Fashion Industry
  3. Business Sweden, China
  4. European Parliament, www.europarl.europa.eu
  5. How Stuff Works, www.howworksis.com
  6. The Environmental Directorate: Superordinate assessment of measures against microplastics
  7. Mistra Future Fashion, www.mistrafuturefashion.com
  8. The Swedish Environmental Protection Agency: Consumption-based emissions of greenhouse gases per area
  9. The Swedish Environmental Protection Agency: Microplastics – sources and proposals
  10. The Swedish Environmental Protection Agency: Environmental Work in Sweden – Managing Textiles
  11. Nordic Council of Ministers
  12. Polygiene white paper, 2013: Talking about Silver
  13. Teko, Sweden’s textile and fashion company, www.teko.se
  14. Testfakta: List of all additives
  15. Washing online: Cleaning a washing machine
  16. Wear More. Wash Less, polygiene.com
  17. Care guide
  18. Gunnar Bengtsson, Docent, former head of two state authorities (including the Swedish Chemicals Agency), and former chairman for chemical safety, both globally and within the OECD. Scientific advisor to Polygiene AB.
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Our Impact

„Heute produzieren wir doppelt so viel Kleidung wie im Jahr 2000. Im Schnitt behalten Verbraucher Kleidungsstücke nur halb so lange wie vor 15 Jahren.“

Welches Ziel hat Schweden im Textilrecycling?
Die schwedische Umweltschutzbehörde hat Vorschläge für einen nachhaltigeren Umgang mit Textilien ins Parlament eingebracht. Einer davon besteht darin, die Menge des Textilabfalls im Vergleich zu 2015 bis 2025 um 60 % zu reduzieren. Zugleich sollen 90 % des gesammelten Textilabfalls wiederverwendet oder recycelt werden. Polygiene hilft Unternehmen außerdem dabei, die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der UN einzuhalten, insbesondere Ziel Nr. 12: Nachhaltig konsumieren und produzieren.

Hierfür bedarf es einer Debatte darüber, wie sich der Textilkonsum auf die Umwelt und auf unsere Gesundheit auswirkt. Viele Länder haben ein besseres Textilrecycling als Schweden. Deutschland, wo fast alle Altkleider gesammelt werden, liegt hier auf dem Spitzenplatz.

Erhöht Kleidung die Mikroplastikmenge im Meer und in Seen?
Ja, Polyester ist ein Kunststoff, der in Kleidung häufig vorkommt. Auch hier ist Waschen das Problem, weil sich das Mikroplastik beim Waschen löst. Besonders problematisch sind Fleecejacken. Wir sollten den Einfluss von Kleidung jedoch nicht überbewerten. Als größte Verursacher gelten der Abrieb von Autoreifen und Plastikmüll aus der industriellen Fertigung, dem Transport und der Nutzung von Plastik. Hygieneprodukte tragen etwa 0,1 % bei.

Ist Polygiene nach Umweltstandards zugelassen?
Ja, nach mehreren. Zuallererst sind die Produkte von Polygiene durch bluesign® zertifiziert. Hierbei handelt es sich um ein Zertifizierungssystem für Textilprodukte, das alle Aspekte von emittierten Schadstoffen in Luft und Wasser bei der Herstellung bis hin zu Ressourcenmanagement und Arbeitsschutz umfasst. Selbst die Mengen chemischer Substanzen in den Kleidungsstücken werden geprüft.

Das Siegel umfasst vor allem Materialien und Behandlungen. Hersteller und Händler können sich aber auch als Mitglieder registrieren und sich am Standard orientieren. Ein Ziel besteht darin, ökologisch nicht nachhaltige Bestandteile bei der Herstellung zu vermeiden.

Außerdem verfügen die Behandlungen von Polygiene über den Eco-Passport von Oeko-tex. Für eine Zertifizierung muss ein Produkt hohe humanökologische Anforderungen erfüllen. Das bedeutet, dass keine Chemikalien in gesundheitsschädlichen Mengen enthalten sein dürfen.

Darüber hinaus erfüllen unsere Behandlungen die Anforderungen der EU-Verordnung REACH. Soweit zutreffend, erfüllen sie auch die Anforderungen der US-Umweltschutzbehörde sowie die Anforderungen für das Textilrecycling.